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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 2404 (Güterverkehr / KBS 228d)

1 Tunnel (19 Meter)Brücker Mühle 

[Duisburg -] Abzweig Tiefenbroich - Wülfrath (Angertalbahn)

Tunnel Brücker Mühle  [ME]  (NW)

Westportal des Tunnels Brücker Mühle (Foto: Erland Grasses, mit freundlicher Genehmigung von Bernd Bastisch)

Länge:
19 Meter

Streckenteil:
Abzweig Tiefenbroich - Wülfrath

Lfd-Nr, Direktion:
696, Esn-090

Seite/Quadrant:
137 A Nicht eingezeichnet
141 B4 Nicht eingezeichnet

bei km:
2,6

Ostportal des Tunnels Brücker Mühle (Foto: Bernd Bastisch)
Westportal, vom Abzweig Tiefenbroich (Oktober 2010)
(Foto: Erland Grasses, mit freundlicher Genehmigung von Bernd Bastisch)
Blick von oben
bei Google Maps
Ostportal, vom Bahnhof Wülfrath
(Juli 2007) (Foto: Bernd Bastisch)

Geschichte:

Tunnel der Westernbahn auf der Freilichtbühne Blauer See (Foto: Bernd Bastisch)  
Tunnel der Westernbahn auf der Freilichtbühne Blauer See  
Die Streckenbeschreibung beginnt in Ratingen-West. Bei Inbetriebnahme der Strecke im Mai 1903 war dort der Ausgangspunkt der eingleisigen Angertalbahn. Im Januar 1941 wurde schließlich eine Verbindungskurve zwischen dem Abzweig Tiefenbroich und dem neugebauten Abzweig Anger in Betrieb genommen. Damit entfiel der Richtungswechsel der Züge in Ratingen-West. Die Verbindungskurve wurde gegen Kriegsende zerstört. Der Kalkverkehr lief deshalb bis Ende Oktober 1949 wieder über Ratingen-West, danach wieder über den Abzweig Tiefenbroich, so dass im Januar 1983 wurde der Gleisschenkel von Ratingen-West zum Abzweig Anger stillgelegt wurde. Das Gleis zwischen dem Abzweig Tiefenbroich und ehemaligen Abzweig Anger wurde dann, teilweise den alten Bahnkörper des stillgelegten Gleisschenkels nutzend, neu verlegt.

Kurz hinter dem Bahnübergang, der sich in der Nähe des ehemaligen Stellwerks am Abzweig Anger befand, war der erste Gleisanschluss der Angertalbahn, der heute aber nicht mehr existiert. Zwischen 1974 und 1976 wurde die die Brücke Mühlheimer Straße gebaut, danach folgt der Bahnübergang Blauer See. In dessen Nähe befindet sich die Freilichtbühne Blauer See mit Westernbahn mit Tunnel, die eine Spurweite von 318 mm hat.

Auf den Bahnübergang Brücker Mühle folgt unmittelbar der einzige Tunnel der Strecke mit einer Länge von 19 Metern, mit dem die S-Bahn-Strecke von Düsseldorf über Ratingen Ost nach Essen unterquert wird. Im weiteren Verlauf gab es früher einen Anschluss für eine Papierfabrik, von dem man heute noch das Tor und den Verlauf des früheren Gleises erkennen kann. Eine breite Brücke, die auch für diesen Anschluss genutzt wurde, führt die Bahn über die Anger und der Bahnübergang Auermühle wird erreicht. Dahinter befand sich früher der dritte Anschluss der Angertalbahn auf Ratinger Gebiet.

  Topographische Karte Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bad Godesberg 1959
  © Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bad Godesberg 1959
Die Bahnlinie erreicht, nachdem die Seite wieder mit der Anger gewechselt wurde, die 38 Meter über Talsohle liegende Angertalbrücke der Autobahn A3. Dann führt wiederum eine Brücke über die Anger und gleichzeitig über einen Spazierweg. In Höhe des Parkplatzes Steinkothen befindet sich die erste Unterführung unter der Angertalbahn. Vom ehemaligen Haltepunkt Steinkothen sind keinerlei Spuren mehr vorhanden. Nach einer weiteren Brücke, nahe einer Kläranlage, wird bei Kilometer 9 der Strecke, der ehemalige Bahnhof Hofermühle erreicht. Die ehemals dort vorhandenen Anschlüsse sind längst verschwunden. Im diesem Bereich wird die Anger erneut überquert, danach überbrückt die Ratinger Strasse die Angertalbahn. Es folgen noch drei weitere Angerquerungen.

Zweieinhalb Kilometern später wird der Betriebsbahnhof Flandersbach erreicht, der heute noch 4-gleisig und mit einem Abstellgleis an der ehemaligen Ladestraße ausgerüstet ist. Die alten Bahngebäude samt Bahnsteig und das Rampengleis sind nicht mehr vorhanden. Der Fahrdienstleiterposten in Flandersbach ist während der Betriebszeiten durchgehend besetzt und für die gesamte Strecke zuständig. Auf der Angertal wird nicht nur Montags bis Samstags gefahren, sondern auch Sonntags und Feiertags, zumindest bis kurz nach Mittag.

Einen Kilometer folgt die Weiche zum Anschluss Rohdenhaus der Rheinkalk GmbH & Co. KG, vormals Rheinische Kalksteinwerke GmbH. Die Werkbahn des Unternehmens verfügt über drei moderne Diesellokomotiven sowie über zwei Verschubgeräte. Das Schienennetz der Kalkwerke ist rund 20 km lang, hat etwa 70 Weichen und besitzt 12 Signale sowie ein 1955 errichtetes und immer wieder modernisiertes Stellwerk.

Hier endet Verkehrs auf der Angertalbahn. Diese führt ein Stück noch parallel zum Werksbahnhof, dann wird der ehemalige Tunnel der Werkbahn zum Steinbruch Prangenhaus, danach auf der größten Brücke der Strecke eine Strasse, überquert. Von dort bis nach Wülfrath wurden die Gleise zwischenzeitlich abgebaut.
Quellen: 100 Jahre Angertalbahn sowie Angertalbahn

Landkarte:

[Duisburg -] Abzweig Tiefenbroich - Wülfrath (Angertalbahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

Hinweis:

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