Springt zur Strecke 2864: [Hagen -] Finnentrop - Olpe - Freudenberg [- Kirchen/Sieg - Betzdorf/Sieg] (Biggetalbahn) [Streckenübersicht]  [Impressum] [Sitemap] [Bilder] [Geschichte] [Landkarte] [Fenster schließen] Springt zur Strecke 2872: Bad Berleburg - Allendorf/Eder (Obere Edertalbahn)

Tunnelportale


Bilder der Strecke: 2870 (KBS 443, 623 / KBS 239n)

4 Tunnel (992 Meter)Vormwald  Schloßberg  Kronprinz-Eiche  Leimstruth 

Kreuztal - Erndtebrück (Rothaarbahn, Siegerländer Semmering) - Bad Laasphe (- Wallau/Lahn
- Biedenkopf - Sarnau - Cölbe [- Marburg/Lahn] (Obere Lahntalbahn)

Vormwalder Tunnel  [SI]  (NW)

Ostportal des Vormwalder Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
188 Meter

Streckenteil:
Kreuztal - Erndtebrück

Lfd-Nr, Direktion:
38, Esn-028

Seite/Quadrant:
62 B
64 C2

bei km:
12,3

Nordwestportal des Vormwalder Tunnels (Foto: VSO)
Ostportal, vom Haltepunkt Vormwald Dorf (Juni 2008)
(Foto: VSO)
  Nordwestportal, vom Haltepunkt Vormwald (Juni 2008)
(Foto: VSO)

Schloßberg-Tunnel  [SI]  (NW)

Nordportal des Schloßberg-Tunnels (Foto: Volker Borchert)

Länge:
270 Meter

Streckenteil:
Kreuztal - Erndtebrück

Lfd-Nr, Direktion:
39, Esn 029

Seite/Quadrant:
62 B
64 C2

bei km:
18,6

Südportal des Schloßberg-Tunnels (Foto: Dr. Rolf Löttgers)
Nordportal, vom Haltepunkt Vormwald (Januar 1983)
(Foto: Volker Borchert)
  Südportal, vom Bahnhof Lützel
(Foto: Dr. Rolf Löttgers, aus MIBA-Spezial 38)

Kronprinz-Eiche-Tunnel  [SI]  (NW)

Nordportal des Kronprinz-Eiche-Tunnels (Foto: Volker Borchert)

Länge:
213 Meter

Streckenteil:
Kreuztal - Erndtebrück

Lfd-Nr, Direktion:
40, Esn-030

Seite/Quadrant:
62 B
64 C2

bei km:
19,5

Ostportal des Kronprinz-Eiche-Tunnels (Foto: Uwe Busch)
Nordportal, vom Haltepunkt Vormwald (Januar 1983)
(Foto: Volker Borchert)
  Ostportal, vom Bahnhof Lützel (September 1995)
(Foto: Uwe Busch)

Leimstruther Tunnel  [SI]  (NW)

Nordportal des Leimstruther Tunnels (Foto: Uwe Busch)

Länge:
321 Meter

Streckenteil:
Erndtebrück - Bad Laasphe

Lfd-Nr, Direktion:
41, Esn-031

Seite/Quadrant:
62 B
64 D2

bei km:
35,3

Südportal des Leimstruther Tunnels (Foto: Markus Seipel)
Nordportal, vom Haltepunkt Leimstruth
(Foto: Markus Seipel)
  Südportal, vom Haltepunkt Oberndorf (Kreis Wittgenstein)
(Januar 2000) (Foto: Uwe Busch)

Geschichte: (Ein Klick ins Bild öffnet ein größeres Bild)

  Rothaarbahn von der Ginsburg aus, Blick in Richtung obere Kehre und Bahnhof Vormwald (Foto: Wikipedia-Benutzer Markus Schweiss)
  Rothaarbahn von der Ginsburg aus, Blick in Richtung obere Kehre und Bahnhof
Vormwald, fotografiert von Markus Schweiss, GNU-Lizenz, zum Originalbild
Die Rothaarbahn, auch Siegerländer Semmering genannt, ist eine 48 km lange Nebenbahn, die als KBS 443 von Kreuztal über Erndtebrück nach Bad Berleburg führt, mit Durchbindung nach Siegen. Die eingleisige Strecke verläuft zwischen Kreuztal und Hilchenbach am südlichen Hang des Ferndorftales und schlängelt sich zur Höhengewinnung mit zwei Kehren zwischen Hilchenbach und Erndtebrück durch das Rothaargebirge. Besonders malerisch wirkt die Untertunnelung der Ginsburg durch den Schloßberg-Tunnel direkt am Rothaarsteig.

In Kreuztal-Ferndorf gibt es noch zwei Industrieanschlüsse, die Bender Eisen- und Metallwerke in Ferndorf und die Bandverzinkung der Thyssen Krupp Stahl AG, mit beachtlichem Güterverkehr. In Dahlbruch werden drei Anschlüsse regelmäßig bedient: Eisenbau Krämer, SMS und ein Schrotthändler. Die Bedienung erfolgt durch DB Schenker Rail. In Erndtebrück-Grünewald bedient die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein montags bis freitags frühmorgens und teilweise auch spätabends den verbliebenen Anschluss der Erndtebrücker Eisenwerke. Im Bahnhof Erndtebrück erfolgt Holzverladung. Kreuzungsmöglichkeiten befinden sich noch in Ferndorf, Dahlbruch, Hilchenbach, Lützel und Erndtebrück.

Teile der Strecke werden im Zugleitbetrieb befahren, der Streckenteil 2871 von Erndtebrück nach Bad Berleburg wird als Stichstreckenblock betrieben, so dass während einer Zugfahrt keine weitere Fahrt erlaubt wird.

Bau der Rothaarbahn: Sie wurde zwischen Kreuztal und Erndtebrück im Jahr 1888 und weiter nach Bad Berleburg im Jahr 1911 in Betrieb genommen. In Berleburg erfolgte der Anschluss an die inzwischen überwiegend abgebaute Obere Edertalbahn nach Frankenberg.

Seit den 1950er Jahren gab es sogar ein Eilzugpaar von Frankfurt am Main über Biedenkopf und Siegen nach Köln. Dessen Einstellung im Jahre 1979 ging mit einem starken Nachfragerückgang einher.

Die Obere Lahntalbahn ist eine 60 km lange eingleisige Nebenbahnstrecke von Cölbe in Mittelhessen über Biedenkopf und Bad Laasphe nach Erndtebrück im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Sie folgt bis Feudingen dem Oberlauf der Lahn.

Der Personenverkehr auf der Strecke wird als KBS 623 von der Kurhessenbahn betrieben, einem der fünf RegioNetze der Deutschen Bahn AG mit einem Gesamtstreckennetz von 245 km Länge.

Bahnhof Biedenkopf (Foto: Wikipedia-Benutzer Thomas Damm)  
Bahnhof Biedenkopf, fotografiert im April 2007 von Thomas Damm,
Lizenz CC BY-SA 2.5, zum Originalbild
 
Vor- und Baugeschichte: Die Notwendigkeit einer Bahnverbindung zwischen dem oberen Lahntal und dem Ruhrgebiet wurde erstmals 1847 durch den damaligen kurhessischen Oberingenieur Splingard formuliert. Vor allem sollte die Bahnlinie dazu dienen, die sehr strukturschwachen Kreise Wittgenstein und Biedenkopf zu stärken. Insbesondere sollte sie die zahlreichen Hammerwerke, Hüttenwerke und Gießereien entlang der Strecke und im Hinterland mit Steinkohle und Koks aus dem Ruhrgebiet für die Hochöfen und Kupolöfen, da die Holzkohle knapp geworden war, versorgen und die preiswerte Versendung von Hüttenerzeugnissen nach dort ermöglichen.

Für die gesamte Strecke von Marburg über Biedenkopf und Siegen nach Köln einschließlich der Zweigbahnen zu den Steinkohlezechen wurden etwa 28 Millionen Gulden veranschlagt, wobei lediglich knapp 900.000 Gulden für die Strecke aufgebracht werden mussten, da auf kostspielige Tunnel, Dämme oder sonstiges weitgehend verzichtet werden konnte. Durch die Auswirkungen der Märzrevolution 1848 wurde die Planungsphase unterbrochen. Erst 1863 kam Staatsvertrag zwischen Hessen, Preußen und Kurhessen zum Bau der Verbindung zustande.

Der erste Abschnitt von Cölbe nach Laasphe wurde am 19. März 1883 für den Güterverkehr freigegeben, am 2. April desselben Jahres wurde der Personenverkehr aufgenommen. Die Fortsetzung der Strecke nach Erndtebrück und damit eine durchgängige Verbindung von Marburg nach Siegen war von Anfang an vorgesehen. Am 1. Juli 1888 war die Strecke bis Feudingen befahrbar. Am 20. Dezember folgte der Abschnitt von Erndtebrück nach Leimstruth und am 1. Oktober 1889 war die Obere Lahntalbahn bis Siegen durchgängig befahrbar. Früher verlief die Obere Lahntalbahn von Erndtebrück weiter über Hilchenbach nach Kreuztal. Dieser Abschnitt gehört heute zur Rothaarbahn. Die Kilometrierung läuft dabei aber immer noch von Kreuztal nach Cölbe.

Nach der durchgängigen Eröffnung entwickelte sich der Verkehr äußerst positiv. In den 1930er Jahren lief über die Strecke von Kreuztal nach Cölbe auch Fernverkehr, als KBS 174n. Seit den 1950er Jahren gab es sogar ein Eilzugpaar von Frankfurt am Main über Biedenkopf und Siegen nach Köln. Dessen Einstellung im Jahre 1979 ging mit einem starken Nachfragerückgang einher. Seit den 1970er Jahren ging der Güterverkehr stark zurück. Mitte der 1990er wurde er komplett eingestellt.

  Bahnhof Cölbe (Foto: Wikipedia-Benutzer Hydro)
  Bahnhof Cölbe, fotografiert im Mai 2009 von Hydro, GNU-Lizenz, zum Originalbild
Seit der Übernahme des Personenverkehrs durch die Kurhessenbahn im Jahr 2002 sind die zuvor rückläufigen Fahrgastzahlen wieder angestiegen. Die Kurhessenbahn hat in den letzten Jahren zwischen Marburg und Bad Laasphe alle Bahnsteige der Bahnhöfe und Haltepunkte, ausgenommen Wallau, gepflastert und auf 55 cm Höhe angehoben. Des Weiteren wurden die neuen Haltepunkte Biedenkopf-Schulzentrum in 2003, Niederlaasphe in 2009 und Lahntal-Sarnau in 2010 gebaut.

Streckenverlauf: Die Obere Lahntalbahn zweigt vier Kilometer vom Bahnhof Marburg entfernt in Richtung Kassel in Cölbe von der Main-Weser-Bahn ab und führt weiter in Richtung Norden bis Sarnau Bbf, wo die Burgwaldbahn nach Frankenberg an der Eder abzweigt. Anschließend wendet sich die Strecke nach Westen und folgt über Biedenkopf bis Bad Laasphe dem oberen Flusslauf der Lahn. Der letzte Abschnitt führt nach Nordwesten, überquert dabei die Eder und endet schließlich in Erndtebrück. Die Strecke von Cölbe bis Erndtebrück ist 60,2 km lang.

Die Strecke ist als Nebenbahnstrecke klassifiziert, die Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt zwischen Erndtebrück und Wallau 60 km/h, zwischen Wallau und Cölbe 80 km/h.

Planungen: Die Kurhessenbahn will die Strecke in den kommenden Jahren weiter aufwerten. Einige Maßnahmen wie die Haltepunktneubauten in Biedenkopf, Niederlaasphe und Sarnau wurden bereits durchgeführt. Des Weiteren ist der Haltepunkt Bad Laasphe-Kurpark geplant. Die Bahnsteige aller Haltepunkte werden sukzessive erneuert und auf eine einheitliche Höhe von 55 cm gebracht. Außerdem soll eine Vielzahl von Bahnübergängen gesichert oder entfernt werden, um die Streckengeschwindigkeit auf bis zu 100 km/h anzuheben. So soll die Bundesstraße 62, die südöstlich von Saßmannshausen die Bahnstrecke zweimal höhengleich kreuzt, so verlegt werden, dass diese Bahnübergänge entfallen. Um die weitere Anbindung des Gewerbes südlich der Bahnstrecke zu sichern, muss allerdings ein neuer Bahnübergang eingerichtet werden.

Zu weiteren Maßnahmen, wie dem Einsatz von Niederflurtriebwagen, die neben einem im Idealfall höhengleichen Einstieg genügend Platz für Gepäck und Fahrräder aufweisen sollen, wurden bisher keine Aussagen gemacht. Der Gewerbepark zwischen Leimstruth und Schameder soll mittelfristig einen Bahnanschluss bekommen.
Quellen: Wikipedia, Rothaarbahn und Wikipedia, obere Lahntalbahn
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Landkarte:

Kreuztal - Erndtebrück (Rothaarbahn, Siegerländer Semmering) - Bad Laasphe (- Wallau/Lahn - Biedenkopf - Sarnau - Cölbe [- Marburg/Lahn] (Obere Lahntalbahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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