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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 3010 (KBS 690 / KBS 263)

8 Tunnel (7.489 + 4.242 Meter):   Kaiser-Wilhelm   Kaiser-Wilhelm (Neubau 2. Röhre)   Petersberg   Prinzenkopf   Reilerhals   Kinderbeuern

Meulenwald   Nittel   Moselbrücke Ediger-Eller   Doppelstockbrücke Bullay   Pündericher Hang-Viadukt

(Koblenz -) Cochem/Mosel - Bullay - Pünderich - Wengerohr/Wittlich Hbf - Ehrang - Trier - Karthaus - Perl (Moselstrecke)

Kaiser-Wilhelm-Tunnel  [COC]  (RP)
Wird auch Cochemer Tunnel genannt.

Nordportal des Kaiser-Wilhelm-Tunnels (Foto: Markus Schweiß)

Länge:
4.205 Meter

Streckenteil:
Cochem/Mosel - Bullay

Lfd-Nr, Direktion:
179, Sar-013

Seite/Quadrant:
73 D
75 B3

bei km:
48,4 - 52,6

Südportal des Kaiser-Wilhelm-Tunnels (Foto: Bernhard Groß)
Nordportal, vom Bahnhofsteil Cochem/Mosel
(Februar 2005) (Foto: Markus Schweiß, CC-Lizenz, Wikipedia)
  Südportal, vom Bahnhofsteil Ediger-Eller
(Foto: B. Groß)
 
Am 28. Dezember 1913 verunglückte im Kaiser-Wilhelm-Tunnel ein Güterzug, der in Richtung Trier unterwegs war, ein Gegenzug fuhr in die beiden entgleisten Lokomotiven. Dabei waren 2 Tote und 2 Verletzte zu beklagen. Ursache war eine vorschriftswidrig und vorzeitig begonnene Gleisbaustelle.
Quelle: Hans-Joachim Ritzau, Katastrophen der deutschen Bahnen - Teil II:
Chronik 1845-1992, ISBN 3-921304-86-0
 
Wie durch Einsichtnahme in den Buchfahrplan 485 der KBS 690 festgestellt werden konnte, besteht der Bahnhof Cochem/Mosel aus den Bahnhofsteilen Ediger-Eller und Cochem/Mosel. Dazwischen liegt der 4.205 Meter lange Kaiser-Wilhelm-Tunnels, der somit Teil des Bahnhofs Cochem ist. Zwischen beiden Bahnhofsteilen befinden sich für jede Fahrtrichtung jeweils zwei Zwischensignale (km 48,3 und km 52,9 sowie km 47,8 und km 52,3), letzeres sogar im Tunnel. Das Einfahrtsignal aus Richtung Trier befindet sich bei km 53,9. Aus Richtung Koblenz befindet sich das Einfahrsignal bei km 46,6. Der Bahnhof hat damit eine Gesamtlänge von 7.300 Metern.
 

Kaiser-Wilhelm-Tunnel (Neubau 2. Röhre)  [COC]  (RP)

2005
Geplant, aber bisher noch ohne konkreten Termin für den Baubeginn (jedenfalls ist noch nichts öffentlich geworden) ist für 2006 auch der Bau der zweiten Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels auf der Moselstrecke. Sollten die Arbeiten 2006 beginnen, so wird hier bis 2012 aus dem alten zweigleisigen Tunnel ein modernes Zweiröhrensystem aus zwei Einspurtunneln mit 4 Querverbindungen entstehen.
Quelle: Der alljährliche Überblick über die Tunnelbaustellen im DB-Netz 2005
 
Rhein-Zeitung-Online Artikelarchiv vom 01. Januar 2007: Zweite Tunnelröhre rückt nun näher, Teileinigung vor dem Oberverwaltungsgericht

KOBLENZ/COCHEM. Der Bau der zweiten Tunnelröhre im Kaiser-Wilhelm-Tunnel rückt näher: Grund dafür ist die Teileinigung zwischen Bahn und Cochemer Klägern vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Die Kläger, darunter auch die Stadt Cochem, befürchten zu hohe Lärmemissionen durch den neuen Tunnel und Schäden an ihren Häusern durch die Erschütterungen.
Die Bahn hat nun aber den Klägern zugesagt, während der Bauphase die Lärmemissionen erneut zu überprüfen und dann gegebenenfalls nachzurüsten. Auch wird es ein Beweissicherungsverfahren für alle Gebäude geben. Und sofern bis dahin technisch die Möglichkeit besteht, soll auch eine transparente Lärmschutzwand auf der Endertbrücke errichtet werden.
Zwei weitere noch offene Klagen werden vom OVG im Januar entschieden. Danach können die konkreten Planungen für den Bau beginnen.
Quelle: Drehscheibe Online
 
2008
Innerhalb der nächsten Jahre erfolgt der Bau einer zweiten parallelen 4.242 Meter langen Tunnelröhre sein, der Baubeginn war am 13. August 2008. Beide Röhren sollen im Endzustand nur noch je ein Gleis aufnehmen und über hermetisch vier verschließbare Querstollen miteinander verbunden werden. Die Unterlagen der Planfeststellung sehen rund 900.000 t anfallendes Gestein vor. Diese Mengen werden, um rund 21.000 Lkw-Fuhren durch Cochem oder das Moseltal bei Eller zu vermeiden, per Schüttgutwaggons der Bahn abtransportiert und zur Rekultivierung eines ehemaligen Tontagebaus bei Siershahn genutzt. Bis 2016 soll auch der alte Kaiser-Wilhelm-Tunnel saniert sein.
Die geplanten Kosten, Berechnungsstand 2008, liegen bei etwa 200 Millionen Euro.
Quellen: Wikipedia, Kaiser-Wilhelm-Tunnel
Rhein-Zeitung-Online Artikelarchiv vom 13.08.2008
 
Aktuell
Am 13. März 2010 wurde in der Endertstraße 8 in Cochem ein Infocenter eröffnet. Quelle: Forum Drehscheibe Online
Bei Modellbauwelt und bei Bremm an der Mosel in der Calmont-Region gibt es auch aktuelle Bilder.

Blick von Süden in die Röhre des Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnels (Foto: H.Peierl)  
Blick von Süden in die Röhre des Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnels,
fotografiert im Januar 2010 von H.Peierl, GNU Free Documentation License
 
Am 8. Oktober 2010 erreicht der Bau des über 4,2 Kilometer langen Tunnels zwischen Ediger-Eller und Cochem die 1.000 Meter Marke.

"Damit ist ein weiterer großer Schritt beim Bau des Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnels erreicht", erläutert Dipl. Ing. Bodo Tauch, Projektleiter bei der Bahntochter DB ProjektBau, "Der Vortrieb läuft hervorragend und ist zu unserer vollen Zufriedenheit vorangeschritten. Die geologischen Verhältnisse ließen einen Vortrieb an der derzeitigen Maximalgrenze des Möglichen zu." Begrenzt wird die Vortriebsgeschwindigkeit und damit der Tunnelbau dadurch, dass alle Ausbruchmengen, das sind über 900.000 Tonnen Gestein, umweltfreundlich ausschließlich auf der Schiene abtransportiert und im Westerwald zur Renaturierung einer Tongrube eingesetzt werden. Täglich können 40 Güterwagen befüllt und in zwei Zügen abgefahren werden.

Im Juni hatte der Bau der zweiten Tunnelröhre begonnen. Die Röhre des 4,2 Kilometer langen Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnels wird bis Sommer 2011 mit einer Tunnelvortriebsmaschine errichtet. Die 90 Meter lange und zehn Meter breite Tunnelvortriebsmaschine wurde eigens für den Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnel gebaut.

Die zweite, diesmal eingleisige Eisenbahntunnelröhre, 4.242 Meter lang, wird bis 2011 von Ediger-Eller aus durch den Berg nach Cochem gebaut. 77.000 Tonnen Beton werden für die Herstellung der Tunnelschale gebraucht werden. Nach der Fertigstellung der neuen Röhre kann dann der alte Kaiser-Wilhelm-Tunnel erneuert und auf eingleisigen Betrieb umgebaut werden. Ab 2016 wird der Zugverkehr an der Mosel wieder zweigleisig, jedoch in zwei getrennten Tunnelröhren laufen.

In Cochem in der Endertstraße 8 befindet sich das Info-Center für das Jahrhundertbauprojekt Kaiser-Wilhelm-Tunnel. Auf 225 Quadratmeter Ausstellungsfläche können sich interessierte Cochemer und Besucher der Reichsstadt von Dienstag bis Samstag, jeweils von 13 bis 19 Uhr, über das Bauprojekt informieren. Besuchergruppen können nach Terminvereinbarung auch außerhalb dieser Öffnungszeiten die Ausstellung besichtigen.
Quelle: DB Mobility Logistics AG
 
Kaiser-Wilhelm-Tunnel + Moselbrücke Ediger-Eller + Petersberg-Tunnel
Das südliche Portal der Kaiser-Wilhelm-Tunnels liegt im Ellerbachtal etwa 500 Meter vor dem Bahnhofsteil Ediger-Eller. Direkt nach dem Haltepunkt überquert die Bahn auf einer Stahlbrücke die Mosel sowie die B49 (Moselweinstraße) und es geht in einen weiteren Tunnel durch den Petersberg hindurch nach Neef. Durch dieses Bauprojekt (Tunnel + Brücke + Tunnel) konnten der Moselkrampen und die große Moselschleife am Calmont (von Cochem bis nach Neef) von 30 Kilometern auf fünf Kilometer verkürzt werden. Die Trassenführung ist hierbei nahezu gerade.
 

Petersberg-Tunnel  [COC]  (RP)

Nordportal des Petersberg-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
367 Meter

Streckenteil:
Cochem/Mosel - Bullay

Lfd-Nr, Direktion:
180, Sar-014

Seite/Quadrant:
73 D
75 B3

bei km:
54,0

Südportal des Petersberg-Tunnels (Foto: Joachim Pientok)
Nordportal, vom Bahnhofsteil Ediger-Eller
(Juni 2008) (Foto: VSO)
  Südportal, vom Haltepunkt Neef (Oktober 2002)
(Foto: Joachim Pientok)

Prinzenkopf-Tunnel  [COC]  (RP)

Nordostportal des Prinzenkopf-Tunnels (Foto: Joachim Pientok)

Länge:
459 Meter

Streckenteil:
Bullay - Pünderich

Lfd-Nr, Direktion:
181, Sar-015

Seite/Quadrant:
73 D
75 B3

bei km:
60,0

Südwestportal des Prinzenkopf-Tunnels (Foto: Joachim Pientok)
Nordostportal, vom Bahnhof Bullay (Oktober 2002)
(Foto: Joachim Pientok)
Im Südwesten schließt sich das
Pündericher Hang-Viadukt an
Südwestportal, von Abzweigstelle Pünderich (Oktober 2002)
(Foto: Joachim Pientok)
 
Richtung Trier wird vor dem Prinzenkopf-Tunnel die Mosel mittels einer Doppelstockbrücke Bullay überquert, wobei sich unter der Eisenbahnstrecke die L199 befindet, die Bullay mit der B53 (Moselstraße) verbindet. Auf der anderen Seite des Prinzenkopf-Tunnels befindet sich das Pündericher Hang-Viadukt, das direkt an den Tunnel anschließt.

Zwischen dem Umweltbahnhof Bullay und dem Reilerhals-Tunnel wird die KBS 690 vom neuen Kultur-Wanderweg "Kanonenbahn" begleitet.
Der Weg führt dann an den Resten der Moseltalbahn, über die Zeller Moselschleife, wieder nach Bullay zurück (Gesamtlänge ca. 23 km).
Eine Internetseite dazu ist im Aufbau, weitere Informationen gibt es hier.

Reilerhals-Tunnel  [COC] / [WIL]  (RP)
Wird auch Reiler Hals-Tunnel genannt

Nordostportal des Reilerhals-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
504 Meter

Streckenteil:
Pünderich - Wengerohr/Wittlich Hbf

Lfd-Nr, Direktion:
182, Sar-016

Seite/Quadrant:
73 D
75 B4

bei km:
62,2

Südwestportal des Reilerhals-Tunnels (Foto: VSO)
Nordostportal, von Abzweigstelle Pünderich (Juni 2008)
(Foto: VSO)
  Südwestportal, vom Haltepunkt Bengel (Juni 2008)
(Foto: VSO)

Kinderbeuerner-Tunnel  [WIL]  (RP)

Ostportal des Kinderbeuerner Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
519 Meter

Streckenteil:
Pünderich - Wengerohr/Wittlich Hbf

Lfd-Nr, Direktion:
183, Sar-017

Seite/Quadrant:
73 C
75 B4

bei km:
69,7

Westportal des Kinderbeuerner Tunnels (Foto: VSO)
Ostportal, vom Haltepunkt Bengel (Juni 2008)
(Foto: VSO)
  Westportal, vom Bahnhof Ürzig DB (Juni 2008)
(Foto: VSO)

Meulenwald-Tunnel  [WIL]  (RP)

Ostportal des Meulenwald-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
791 Meter

Streckenteil:
Wengerohr/Wittlich Hbf - Ehrang

Lfd-Nr, Direktion:
184, Sar-018

Seite/Quadrant:
73 C
83 C1

bei km:
101,1

Westportal des Meulenwald-Tunnels (Foto: VSO)
Ostportal, vom Bahnhof Schweich DB (Juni 2006)
(Foto: VSO)
  Westportal, vom Haltepunkt Quint (Juni 2006)
(Foto: VSO)

Nitteler Tunnel  [WIL]  (RP)

Nordportal des Nitteler Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
644 Meter

Streckenteil:
Karthaus - Perl

Lfd-Nr, Direktion:
185, Sar-019

Seite/Quadrant:
82 A
83 A2

bei km:
133,4

Südportal des Nitteler Tunnels (Foto: VSO)
Nordportal, vom Bahnhof Wellen/Mosel (Juni 2005)
(Foto: VSO)
In 2010 um 70 Meter
verlängert
Südportal, vom Haltepunkt Nittel (Juni 2005)
(Foto: VSO)
 
Die Strecke ist zwischen Wellen und Perl seit 14. Juni 2009 für 14 Monate wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Da die knapp 30 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten mit Beibehaltung der Zweigleisigkeit des Tunnels nach Bahnangaben 6 Millionen Euro teurer werden würde, wird die Strecke trotz wiederholter Proteste der Wirtschaftsministerien von Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie des lothringischen Interregionalen Parlamentarierrat (IPR) auf ein Gleis zurückgebaut.
Quelle: Wikipedia, Bahnstrecke Thionville - Trier
Dieser Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution / Share Alike verfügbar.
 
Dabei wurde der Tunnel mit einer druckwasserdichten Ortbetonschale ausgestattet, um 70 Meter verlängert und außerdem auf den aktuellsten Sicherheitsstand gebracht. Neben den geologisch schwierigen Verhältnissen im Baubereich stellte besonders die sehr knappe Bauzeit eine große Herausforderung für die Umsetzung der Baumaßnahme dar. Alle Gewerke mussten hierbei parallel mit einem hohen personellen Aufwand koordiniert und abgewickelt werden.
Quelle: Zeitschrift Felsbaumagazin, Nummer 1, 2011

Landkarte:

(Koblenz -) Cochem/Mosel - Bullay - Pünderich - Wengerohr/Wittlich Hbf (- Ehrang - Trier -) Karthaus - Perl (Moselstrecke)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958
Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958
Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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