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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 3600 (KBS 613, 610 / KBS 202, 192)

7 Tunnel (9.919 Meter)Schlüchtern Neuer Schlüchtern Burghaun Braunhausen Cornberg Schürzeberg Bebenroth 

(Frankfurt/Main - Hanau - Gelnhausen - Wächtersbach -) Gelnhausen - Flieden (- Fulda - Götzenhof -)
Hünfeld - Bad Hersfeld (-) Bebra - Eschwege-West - Eichenberg (- Göttingen) (Frankfurt-Bebraer Eisenbahn)

Schlüchterner Tunnel  [MKK]  (HE)
Wird auch Distelrasen-Tunnel genannt.

Südwestportal des Schlüchterner Tunnels (Foto: Klaus Depping)

Länge:
3.575 Meter

Streckenteil:
Hanau - Fulda

Lfd-Nr, Direktion:
275, Ffm-033

Seite/Quadrant:
76 B
78 C2

bei km:
78,2 - 81,8

Nordostportal des Schlüchterner Tunnels (Foto: Klaus Depping)
Südwestportal, vom Bahnhof Schlüchtern (Oktober 1988)
(Foto: Klaus Depping)
  Nordostportal, vom Bahnhof Flieden (Oktober 1988)
(Foto: Klaus Depping)
 
Beim Bau der Bahnstrecke in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde an Stelle eines Tunnels durch den Berg eine sogenannte Spitzkehre zum Bahnhof Elm gebaut. Dort mußten alle Züge Kopf machen, d.h. die Lokomotive mußte an des andere Zugende umgesetzt bzw. durch eine andere ersetzt werden. Auf Grund dieser betrieblichen Nachteile wurde 1909 begonnen, die Spitzkehre durch den Bau des Tunnels abzukürzen dessen Fertigstellung 1914 erfolgte.

Ein Modell des Bahnhof Schlüchtern mit dem Schlüchterner Tunnel ist bei Modellbahn im Museum, Heimatmuseum der Stadt Schlüchtern, zu finden.

Neuer Schlüchterner Tunnel  [MKK]  (HE)
Wird auch Neuer Distelrasen-Tunnel genannt.

Südwestportal des neuen Schlüchterner Tunnels (Foto: Bernhard Rausch)

Länge:
3.995 Meter

Streckenteil:
Hanau - Fulda

Lfd-Nr, Direktion:
588, Ffm-080

Seite/Quadrant:
76 B
78 C2

bei km:
78,2 - 81,8

Nordostportal des neuen Schlüchterner Tunnels (Foto: Bernhard Rausch)
Südwestportal, vom Bahnhof Schlüchtern (April 2011)
(Foto: Bernhard Rausch)
  Nordostportal, vom Bahnhof Flieden (April 2011)
(Foto: Bernhard Rausch)
 
In einem ersten Realisierungsschritt wird nach Fertigstellung der neuen, zweiten Röhre der Gesamtverkehr auf der hochbelasteten Strecke zwischen Fulda und Frankfurt zunächst zweigleisig unter beengten Verhältnissen durch das neue Bauwerk geführt. In einem zweiten Schritt soll dann innerhalb von rund 3 Jahren die fast 100 Jahre alte Röhre des Bestandbauwerks durch den Bau einer neuen Tunnelsohle und das Einbringen eines neuen Ausbaus umfassend saniert und für eine lange Nutzungszeit ertüchtigt werden. Nach Abschluss dieser Maßnahmen wird in der sanierten Röhre ein Richtungsgleis verlegt und die Zweigleisigkeit der neuen Röhre auf ein Richtungsgleis zurückgeführt. Das Gesamtvorhaben soll Ende 2012 abgeschlossen sein.

Die beiden Röhren, deren Achsen bis zu 90 Meter auseinander liegen, sind durch 7 Verbindungsstollen miteinander verbunden, so dass die anerkannten Regeln der Technik des Eisenbahn-Bundesamtes bezüglich Tunnelsicherheit erfüllt werden.

Der neue Tunnel wird knapp 4 Kilometer lang sein und mit einer Tunnelvortriebsmaschine (Durchmesser mehr als 10 Meter) erstellt werden. Ende September 2005 wurde mit den ersten Bauaktivitäten begonnen. Weitere aktuelle Berichte und Bilder bei Osthessen-News und bei Wikipedia.

Ende April 2011 (Ostern) ging der neue Tunnel für beide Richtungen in Betrieb, dann beginnt die Sanierung des bisherigen Tunnels. Deshalb fuhr am 02. April 2011 um 9.39 Uhr die letzte Dampflok durch den Tunnel. Der neue Tunnel darf nämlich von Dampfloks nicht mehr passiert werden, dampfgeführte Züge fahren in Zukunft von Flieden über Elm nach Schlüchtern und umgekehrt (Strecken 3825 und 3826).

Burghauner Tunnel  [FD]  (HE)
Wird auch Hauneck-Tunnel genannt.

Südportal des Burghauner Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
234 Meter

Streckenteil:
Fulda - Bebra

Lfd-Nr, Direktion:
276, Ffm-034

Seite/Quadrant:
64 D
66 C3

bei km:
132,4

Nordportal des Burghauner Tunnels (Foto: VSO)
Südportal, vom Bahnhof Burghaun (Mai 2004)
(Foto: VSO)
  Nordportal, vom Bahnhof Haunetal-Neukirchen (Mai 2004)
(Foto: VSO)
 
Am 17. Oktober 1954 riss ein D-Zug, der von Hamburg nach Basel unterwegs war, wegen nicht geschlossener Schranken am heute nicht mehr bestehenden Bahnübergang, der sich am Nordportal des Tunnel befand, einen mit Zucker beladenen LKW-Anhänger mit durch den Tunnel. Die Zuckermassen wurden bis in den Führerstand der Lokomotive geschleudert und gerieten in Brand, dadurch wurde der Heizer schwer verletzt.
Das Entfernen der Zuckermassen aus dem Tunnel und der Straße dauerte mehrere Stunden.
Quelle: Hans-Joachim Ritzau, Katastrophen der deutschen Bahnen - Teil II:
Chronik 1845-1992, ISBN 3-921304-86-0

Braunhäuser Tunnel  [HEF]  (HE)

Südportal des Braunhäuser Tunnels (Foto: Ernst Irle)

Länge:
293 Meter

Streckenteil:
Bebra - Eichenberg

Lfd-Nr, Direktion:
280, Ffm-038

Seite/Quadrant:
65 A Nicht im Eisenbahnatlas
77 A2 Nicht im Eisenbahnatlas

bei km:
~ 174

Portalkopf des Braunhäuser Tunnels (Foto: VSO)
Südportal, vom Bahnhof Bebra (Sommer 1962)
(Foto: Ernst Irle)
1962 aufgeschlitzt Portalkopf, oben auf dem Berg, an der Straße von
Asmushausen nach Braunhausen (Foto: VSO, Mai 2004)

Cornberger Tunnel  [HEF]  (HE)

Südportal des Cornberger Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
719 Meter

Streckenteil:
Bebra - Eichenberg

Lfd-Nr, Direktion:
277, Ffm-035

Seite/Quadrant:
65 A
67 A1

bei km:
177,8

41 096 verlässt das Nordportal des Cornberger Tunnels (Foto: Uwe Bachmann)
Südportal, vom Bahnhof Bebra (Mai 2004)
(Foto: VSO)
  41 096 erreicht nach Verlassen des Nordportals den
Bahnhof Cornberg (Mai 2010) (Foto: Uwe Bachmann)

Schürzeberg-Tunnel  [ESW]  (HE)

Südportal des Schürzeberg-Tunnels (Foto: Joachim Pientok)

Länge:
173 Meter

Streckenteil:
Bebra - Eichenberg

Lfd-Nr, Direktion:
278, Ffm-036

Seite/Quadrant:
53 C
55 B3

bei km:
218,5

Nordportal des Schürzeberg-Tunnels (Foto: VSO)
Südportal, vom Bahnhof Oberrieden/Werra (Juli 2002)
(Foto: Joachim Pientok)
  Nordportal, vom Haltepunkt Werleshausen (Juli 2004)
(Foto: VSO)
 
Unmittelbar hinter dem Nordportal liegt die Werrabrücke, die Werra war bis 1945 die Grenze zwischen Hessen und Thüringen.

Bebenroth-Tunnel  [ESW]  (HE)

Nordportal des Bebenroth-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
930 Meter

Streckenteil:
Bebra - Eichenberg

Lfd-Nr, Direktion:
279, Ffm-037

Seite/Quadrant:
53 C
55 A3

bei km:
222,5

Nordportal des Bebenroth-Tunnels (Foto: VSO)
Südportal, vom Haltepunkt Werleshausen (Juli 2004)
(Foto: VSO)
Hessisch-Thüringsche Grenze
lag bis 1945 im Tunnel.
Nordportal, vom Bahnhof Eichenberg (Juli 2004)
(Foto: VSO)
 
Wie in der Online-Ausgabe der HNA nachzulesen war, bekommt nach 20 Jahren Planung der 2-gleisige Bebenroth-Tunnel einen etwa 1.030 Meter langen Neubau zur Seite gestellt, der zwischen 2010 und 2013 gebaut werden soll. Nach Fertigstellung wird der "neue" Tunnel zuerst zweigleisig betrieben, damit dann der "alte" Tunnel saniert werden kann. Danach werden beide Tunnelanlagen jeweils nur noch einem Gleis ausgestattet werden.
Selbst verfasst unter Auswertung der Quellen: Wikipedia, Bahnstrecke Bebra - Göttingen
und D-Hannover: Bauarbeiten für Brücken, Tunnel, Schächte und Unterführungen
Dieser Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution / Share Alike verfügbar.

Geschichte:

Die Strecke Frankfurt/Main Hbf - Fulda - Bebra - Eichenberg - Göttingen führte zwischen der Werrabrücke beim Schürzeberg-Tunnel bis etwa zur Mitte des Bebenroth-Tunnels bei Werleshausen ca. 4 km über thüringisches Gebiet. Mit der Aufteilung Deutschlands am Ende des zweiten Weltkrieges in die Besatzungszonen führte die Strecke nun auch durch die sowjetische Zone. Als die gesprengte Werrabrücke behelfsmäßig wieder hergestellt war, fingen die Spannungen an.

Mit dem Wanfrieder Abkommen vom 17.09.1945 wurde ein Gebietsaustausch zwischen der sowjetischen Zone und der US-Zone durchgeführt, so dass die bedeutende Nord-Süd-Strecke nicht mehr durch die sowjetische Zone führte. Weitere Informationen und Karten gibt es hier.

Landkarte:

(Frankfurt/Main - Hanau - Gelnhausen - Wächtersbach -) Gelnhausen - Flieden (- Fulda - Götzenhof -)
Hünfeld - Bad Hersfeld (-) Bebra - Eschwege-West - Eichenberg (- Göttingen) (Frankfurt-Bebraer Eisenbahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958
Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958
Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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