Springt zur Strecke 3710: (Wetzlar -) Weilburg - Limburg - Diez - Bad Ems (- Niederlahnstein - Koblenz) (Lahntalbahn) [Streckenübersicht]  [Impressum]  [Sitemap]  [Bilder]  [Geschichte]  [Landkarte]  [Fenster schließen] Springt zur Strecke 3723: Haiger - Breitscheid/Dillkreis ("Der Balkanexpress" / Aubachtalbahn)

Tunnelportale


Bilder der Strecke: 3712 (Radweg / KBS 196g)

2 Tunnel (630 Meter)Gensberg  Weilmünster 

[Wetzlar -] Weilburg - Weilmünster - Grävenwiesbach (Weiltalbahn)

Gensberg-Tunnel  [LM]  (HE)

Nordwestportal des Gensberg-Tunnels (Foto: Horst Hansel)

Länge:
297 Meter

Streckenteil:
Weilburg - Weilmünster

Lfd-Nr, Direktion:
249, Ffm-007

Seite/Quadrant:
74 B
76 D1

bei km:
0,5

Südostportal des Gensberg-Tunnels (Foto: Joachim Pientok)
Nordwestportal, vom Bahnhof Weilburg (Um 1995)
(Foto: Horst Hansel)
  Südostportal, vom ehemaligen Bahnhof Freienfels
(Oktober 2002) (Foto: Joachim Pientok)
 
Eine Begehung am Nordwestportal, aufgenommen im Sommer 1994.

Weilmünsterer Tunnel  [LM]  (HE)

Nordwestportal des Weilmünsterer Tunnels (Foto: Markus Seipel)

Länge:
333 Meter

Streckenteil:
Weilmünster - Grävenwiesbach

Lfd-Nr, Direktion:
567, Ffm-079

Seite/Quadrant:
74 B
76 D1

bei km:
10,6

Südostportal des Weilmünsterer Tunnels (Foto: Horst Hansel)
Nordwestportal, vom ehemaligen Bahnhof Weilmünster
(Um 1995) (Foto: Markus Seipel)
  Südostportal, vom Bahnhof Grävenwiesbach (Um 1995)
(Foto: Horst Hansel)

Geschichte:

Die Weiltalbahn war eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenstrecke im Hintertaunus. Sie war 23 km lang und führte von Weilburg über Weilmünster nach Grävenwiesbach, wo Anschluss an die heute noch bestehende Taunusbahn (Strecke 3746) bestand. In Weilmünster bestand außerdem ein Abzweig zur Stichstrecke nach Laubuseschbach.

Bau: Um die reichen Rohstoffvorkommen in der abgelegenen Region besser abtransportieren zu können, begann man 1889 mit dem Bau einer, von der bereits bestehenden Lahntalbahn abzweigenden Stichstrecke von Weilburg bis Weilmünster, wofür in Weilburg ein Lokbahnhof für die Versorgung der Dampflokomotiven errichtet wurde. Am 1. November 1890 wurde sie feierlich eingeweiht. Zwei Jahre später erfolgte die Eröffnung der Verlängerung nach Laubuseschbach. Erst 1909 ging die Verbindung zwischen Weilmünster und Grävenwiesbach in Betrieb.

Niedergang und Stilllegung: Ab Mitte der 1950er Jahren wurden die Dampfloks der Baureihen 50,56 und 86 allmählich von Schienenbussen der Baureihe 795 abgelöst. Eine Besonderheit war der seit 1954 zwischen Frankfurt und Köln verkehrende Heckeneilzug, der unter anderem auch über die Weiltalbahn geführt wurde. Der Sonn- und Feiertagsverkehr zwischen Grävenwiesbach und Weilburg wurde bereits ab dem Sommerfahrplan 1955 nicht mehr durchgeführt.

Ab dem Winterfahrplan 1955 wurde der Personenverkehr auf der kurzen Stichbahn zwischen Weilmünster - Laubuseschbach komplett eingestellt, der Güterverkehr allerdings erst 1968. In den 1960er Jahren ging der Betrieb auf dem Stück Weilburg - Grävenwiesbach jedoch immer mehr zurück. 1969 erfolgte die endgültige Einstellung des Personenverkehrs und des Güterverkehrs zwischen Weilburg und Grävenwiesbach, die Strecke wurde komplett stillgelegt und ein Jahr später bereits die Gleise abgebaut. Die 124 Meter lange Talbrücke bei Mönstadt wurde 1974 abgerissen, da sich niemand fand, das rostende Bauwerk zu erhalten. Auf dem Reststück zwischen Weilmünster und Weilburg wurde noch bis Ende der 1980er Jahre Güterverkehr im Übergabeverfahren betrieben, der Personenverkehr kehrte nur noch durch einige wenige Sonderfahrten zeitweise zurück.

Anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Lahntalbahn (Strecke 3710) fuhr am 19. und 20.September 1987 letztmals ein Personenzug die Strecke, allerdings nur bis Freienfels, da die Straßenüberführung in Essershausen zum damaligen Zeitpunkt schon wegen Baufälligkeit gesperrt war. Ende der 1980er Jahre plante der Landkreis Limburg-Weilburg, die verbliebene Strecke von der Deutschen Bundesbahn zu kaufen, um sie als Museumsstrecke erhalten zu können. Die von der DB veranschlagten Instandsetzungskosten von bis zu sechs Millionen DM ließen diese Pläne jedoch rasch Makulatur werden. 1990 wurde auch die Reststrecke abgebaut.

Zukunft: Auf Teilen der Weiltalbahn wurde 2001 der neue Weiltalweg eröffnet. Ein vom RMV in Erwägung gezogener Wiederaufbau der Strecke ist angesichts der Kürzungen der Regionalmittel im Bundeshaushalt zur Zeit eher unwahrscheinlich, aber dennoch möglich, da die Trasse noch nicht entwidmet worden ist. Im aktuellen Regionalplan für Mittelhessen wird jedoch eine Bestandsicherung gefordert, um zukünftig eventuell wieder Schienenverkehr auf die Weiltalbahn zu bringen. Dem steht jedoch die heutige Bebauung am Nordwestportal des Weilmünsterer Tunnels entgegen.
Quelle: Wikipedia, Weiltalbahn
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Landkarte:

[Wetzlar -] Weilburg - Weilmünster - Grävenwiesbach (Weiltalbahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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