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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 4252 (Stillgelegt / KBS 302f)

1 Tunnel (274 Meter)Kirchberg 

[Hausach (4251) -] Schiltach - Schramberg

Kirchberg-Tunnel  [RW]  (BW)

Nordportal des Kirchberg-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
274 Meter

Streckenteil:
Schiltach - Schramberg

Lfd-Nr, Direktion:
396, Kar-047

Seite/Quadrant:
99 A
103 A3

bei km:
0,3

Südportal des Kirchberg-Tunnels (Foto: VSO)
Nordportal, vom Bahnhof Schiltach (Juni 2004)
(Foto: VSO)
  Südportal, vom Haltepunkt Lehengericht (Juni 2004)
(Foto: VSO)

Landkarte:

[Hausach (4251) -] Schiltach - Schramberg

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958


Geschichte:

Bahnanlage "Obere Bahnhofsbrücke"
Die Brücke (Fotografiert im Juni 2004 von VSO)
(Ein Klick ins Bild öffnet ein größeres Bild)
 
Kinzigbrücke vom Bahnhof Schiltach (Foto: VSO)   Technische Daten:

Die Spannweite beträgt 50 Meter,
die Konstruktionshöhe ist 6 Meter.
Jeder der beiden Fachwerkträger hat 19 Pfosten, wobei sich an jeden Endpfosten nach außen eine Strebe anschließt, unter deren Fußpunkt ein Auflager ist. Unter jedem Pfosten ist ein Querträger angeschlossen, auf dem Fahrbahnträger ruhen. Die Windverbände bestehen aus Andreaskreuzen.
  Kinzigbrücke vom Kirchberg-Tunnel (Foto: VSO)
 
Erbaut wurde die Brücke 1891/92 im Verlaufe der "Seitenbahn" Schiltach - Schramberg, deren Eröfnung am 9.10.1892 erfolgte. Obwohl der größte Teil auf Badischen Gebiet lag, wurde diese Bahn von Württemberg gebaut. Pläne zur Weiterführung der Strecke über Schramberg hinaus Richtung Rottweil zerschlugen sich.

Der Personenverkehr wurde bereits 1959 eingestellt, der Güterverkehr hingegen bis 1991 aufrechterhalten. Danach wurde der Gleisoberbau abgeräumt und die Trasse als Rad-Geh-Weg ausgebaut.

Diese Brücke ist eine Parallel-Gurtbrücke mit untenliegender Fahrbahntrasse und doppelten Fachwerk. Mit dieser Bauweise nach dem "System Linville" ist sie ein Unikat in Süddeutschland. Die Bauweise des doppelten Fachwerks wurde ab 1860 vielfach für große und bedeutende Brückenbauwerke verwendet, weil diese Konstruktion den Vorteil engliegender Knoten mit der Möglichkeit einer exakten statischen Berechnung vereinte. Letzeres war in der Frühzeit des eisernen Brückenbaus nicht die Regel.
 
Informationstafel an der Kinzigbrücke (Foto: VSO)
 
Diese Brücke ist im Gegensatz zu ihren großen Schwestern:

Button Eisenbahnbrücke über den Lek bei Culemburg (Niederlande), 1866 - 1868
Button Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Düsseldorf und Neuss, 1869 - 1870
Button Eisenbahn- und Straßenbrücke über den Rhein zwischen Mannheim und Ludwigshafen
Button Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Wesel, 1872 - 1874
Button Neckartal-Viadukt bei Stuttgart-Münster, um 1895
nicht verändert oder ersetzt worden.
 
Der Schienenbus

Seit Beginn der 50er Jahre waren die dieselgetriebenen Schienenbusse der Waggonfabrik Uerdingen auf allen Nebenstrecken der Deutschen Bundesbahn im Einsatz. In den jahren 1952-1955 wurden über 100 Wagen in den Dienst gestellt.

Auf der Kinzigtalbahn verkehrten die Großraumwagen des VT 98.9 in den Jahren 1953 bis 1996.

Dies ist für die Stadt Schiltach Grund genug, dem liebgewordenen, inzwischen selbst zum Kulturdenkmal erklärten Schienenbus ein Andenken zu bewahren und ihn auf der oberen Bahnhofsbrücke aufzustellen.

Schienenbus: VT 98 + VB 98 + VS 98 (Foto:VSO)
Fotografiert von VSO im Juni 2004

Die Technische Daten:

Baureihe: 798, bestehend aus Motorwagen VT 98, dem Begleitwagen VB 98 und dem Steuerwagen VS 98. Die Gesamtlänge beträgt 42 Meter über Puffer, das Leergewicht 42 Tonnen. Zwei Büssing-Dieselmotoren leisten zusammen 300 PS, das ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/Stunde. Es finden 161 Personen in der dreiteiligen Einheit Platz.

Der Erwerb erfolgte 1997 durch die Stadt Schiltach, über eine künftige Nutzung der 3 Wagen machten sich seinerzeit die Schiltacher Eisenbahnfreunde (SEF) Gedanken, dieser Verein ist nach einer von Peter Rottenburger getroffenen Aussage als Referent bei einer gemeinsamen Veranstaltung am 21. September 2010 ("Tag des offenen Denkmals") von Historischem Verein Schiltach und Museums- und Geschichtsverein Schramberg zwischenzeitlich nicht mehr aktiv.

Hinweis:

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