Springt zur Strecke 5126: Üst/Abzweig Dörfles-Esbach Süd - Üst/Abzweig Dörfles-Esbach Nord (Nördliche Verbindungskurve Coburg, NBS) [Streckenübersicht]  [Impressum] [Sitemap] [Bilder] [Geschichte] [Informationen] [Landkarte] [Fenster schließen] Springt zur Strecke 5213: [Gemünden/Main -] (Lohr -) Marktheidenheim - Wertheim (Ost-Spessart-Bahn / Lohrer Bahn)

Tunnelportale


Bilder der Strecke: 5200 (KBS 800 / KBS 416)

1 Tunnel (930 Meter)Schwarzkopf 

Als Diashow:  Durchfahrt Schwarzkopf-Tunnel (Richtung Aschaffenburg)   Durchfahrt Schwarzkopf-Tunnel (Richtung Lohr/Main)

Aschaffenburg - Lohr/Main (- Gemünden/Main - Würzburg) (Main-Spessart-Bahn)

Schwarzkopf-Tunnel  [AB]  (BY)

Nordostportal des Schwarzkopf-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
930 Meter

Streckenteil:
Aschaffenburg - Lohr/Main

Lfd-Nr, Direktion:
347, Nur-027

Seite/Quadrant:
76 C
78 B4

bei km:
72,1

Südwestportal des Schwarzkopf-Tunnels (Foto: VSO)
Nordostportal, vom Bahnhof Heigenbrücken
(März 2008) (Foto: VSO)
  Südwestportal, vom Bahnhof Laufach (Üst Heigenbrücken West)
(März 2008) (Foto: VSO)
 
Durchfahrt Schwarzkopf-Tunnel (Richtung Aschaffenburg)
Als Diashow:
(August 2008)
 
Durchfahrt Schwarzkopf-Tunnel (Richtung Lohr/Main)

Geschichte:

Karte des Schwarzkopftunnels auf der Main-Spessart-Bahn bei Heigenbrücken, Bayern (Quelle: Wikipedia)  
Karte des Schwarzkopftunnels auf der Main-Spessart-Bahn,
Heigenbrücken, Bayern (Quelle: Wikipedia, Lizenz: Creative Commons)
 
Der Schwarzkopftunnel ist ein 930 Meter langer, gerader zweigleisiger Eisenbahntunnel zwischen Laufach und Heigenbrücken zwischen Streckenkilometer 72,1 und 73,0. Der Tunnel wurde zwischen 1850 und 1854 im Auftrag der Bayerischen Staatsbahn beim Bau der Ludwigs-West-Bahn von der Philipp Holzmann AG in Dreieich bei Frankfurt/Main als deren erstes größeres Bauprojekt errichtet. Er schließt sich östlich direkt an die legendäre Spessartrampe, 22 Promille starke und fast 5 ilometer lange Steigung zwischen Laufach und Heigenbrücken, an und liegt mit 277 Meter Höhe über Normalnull am Kulminationspunkt der Main-Spessart-Bahn und verbindet das Lohr-Tal mit dem Laufach-Tal.

Der Tunnel ist nach dem Berg Schwarzkopf benannt, der mit 391 Meter eine kleine Wasserscheide darstellt. Der Bau gestaltete sich aufgrund des reichlich anfallenden Bergwassers als sehr schwierig. Der Tunnel wurde nach einer Variante der deutschen Bauweise mit einem First- und zwei Sohlstollen vorgetrieben. Das Bergwasser wurde gefasst und zur Versorgung der Wassertürme in den Lokstationen Laufach und Aschaffenburg genutzt.

Bis zur Elektrifizierung der Strecke hatte der Tunnel einen senkrechten Abluftschacht, um die Abgase der Dampflokomotiven dank der Kaminwirkung schneller aus dem Tunnel abziehen lassen zu können.

Die Tunnelsohle wurde 1957 bei der Elektrifizierung der Main-Spessart-Bahn von Aschaffenburg nach Würzburg um 60 Zentimeter tiefer gelegt. Um 1926 und um 1970 wurde der Tunnel saniert, da der Gebirgsdruck und eindringendes Bergwasser die Gewölbemauerung beschädigt hatte. Eine erneut notwendige grundlegende Sanierung soll nicht mehr erfolgen, da der Tunnel durch einen Neubaustreckenabschnitt einer flachen Spessartrampe ersetzt werden soll. Der bislang praktizierte Nachschubbetrieb sowie der Schwartzkopf-Tunnel werden dann überflüssig. Dies wird nicht vor dem Jahr 2010 erfolgen.

Mit einer maximalen Streckengeschwindigkeit von 70 km/h ist die Röhre heute eine der langsamsten Streckenabschnitte im Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.
Quelle: Wikipedia, Schwarzkopf-Tunnel
Dieser Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution / Share Alike verfügbar.

Informationen:

Zukünftige Streckenführung

Streckentabelle, Wikipedia Am 28. August 2006 fiel die Entscheidung zum Neubau des Streckenabschnitts zwischen Laufach und Heigenbrücken. Die auf sieben Kilometern neu trassierte Trasse wird je Fahrtrichtung durch vier einröhrige Tunnel sowie Trogbauwerke führen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der bisherige Abschnitt mit dem Schwarzkopftunnel zurückgebaut werden.

Die projektierte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h, die maximale Steigung bei 14,2 Promille. Dadurch soll auch das Nachschieben von schweren Güterzügen auf der Spessartrampe unnötig werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2009 beginnen und zum Jahresfahrplan 2014 abgeschlossen sein. Seit November 2006 bis voraussichtlich April 2007 läuft die Vorerkundung für den Ausbau. Dabei sollen unter anderem etwa 100 Kernbohrungen bis zu einer Tiefe von 175 Metern vorgenommen werden; rund 25 Bohrungen sollen nach dem Bau zur Grundwassererkundung genutzt werden. Auch werden etwa 40 Sondierungen vorgenommen und Deponieflächen untersucht. (Stand: November 2006)

Im Investitionsrahmenplan bis 2010 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes sind Investitionen in Höhe von 230 Mio. Euro für das Projekt vorgesehen (Preisstand: 2006). Bis 2005 wurden davon insgesamt 8,4 Mio. Euro aufgewendet. Zwischen 2006 und 2010 sollen Bundesmittel in Höhe von 6,5 Mio. Euro investiert werden. Über diesen Zeitraum hinaus besteht ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 215,1 Mio. Euro (Bundesmittel ab 2011, Eigenmittel DB AG und Beiträge Dritter ab 2006).

In der Vorplanung wurden insgesamt sechs Varianten untersucht. Zwischen der Gemeinde Heigenbrücken und der Bahn war es im Verlauf der Planung zu erheblichen Streit gekommen, nachdem der Gemeinderat beschlossen hat, den Zugang zu kommunalen Grundstücken zu Erkundungsbohrungen zu verweigern.

Quelle: Wikipedia, Schwarzkopf-Tunnel
Dieser Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution / Share Alike verfügbar.

Ursprünglich eingleisig

Damals, am 11. März 1998, hatte die Bahn ihre ersten Pläne für die Neubaustrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken in einer Versammlung öffentlich gemacht. Vorgesehen war, den maroden Schwarzkopftunnel zu sanieren. Es sollte ein Betonmantel eingezogen werden, der den Querschnitt so weit verengt hätte, dass der Schwarzkopftunnel nur noch eingleisig befahrbar war. Folglich wäre die Bahn nach diesen Plänen nur eingleisig bergab von Heigenbrücken nach Laufach gerollt. Das Gegengleis bergauf sollte teils nördlich, teils südlich der bestehenden Strecke verlaufen und weiter oben im Spessart durch einen neuen Durchstich, den weiter südlich gelegenen Falkenbergtunnel, Heigenbrücken erreichen. Das Tunnelportal hätte, wie auch der neue Haltepunkt, mitten in Heigenbrücken in der Nähe der "Schönen Aussicht" gelegen.
Lauter Protest
Der Protest dagegen war nachdrücklich. Schon am 3. April 1998 entstand in Heigenbrücken eine Bürgerinitiative, die am 29. Mai 1998 ihre Forderung stellte: Komplett neue zweigleisige Strecke und Verlegung des Tunnelportals und des Haltepunktes in Heigenbrücken ans Ortsende Richtung Partenstein.
...
Lange Zeit tat sich nichts. Politiker wurden vorstellig in Berlin, die Bürgerinitiativen bohrten nach. Erst im August 2005 präsentierte Staatssekretär Großmann in heigenbrücken die endgültigen Pläne der Bahn, ein Kompromiss aus dem, was die Bürgerinitiativen wollten, und dem, was die Bahn ursprünglich zu Papier gebracht hatte.
"Eine Kröte"
Zweigleisiger Ausbau zwischen Laufach und Heigenbrücken, und zwar auf der Trasse, die ursprünglich nur eingleisig bergauf führen sollte und im unteren Bereich nördlich und im oberen Bereich südlich der alten Strecke verläuft. Bau des Falkenbergtunnels und Verlegung des Heigenbrücker Haltepunktes ans Ortsende. Die ursprünglich noch geplante Strecke bergab entfällt ganz und gar. Der Schwarzkopftunnel wird geschlossen.
Einziger Nachteil: Die Trasse führt im Bereich des Laufacher Ortsteils Hain teilweise durch das Schwarzbachtal.

Quelle: Main-Echo vom 29.08.2006


Landkarte:

Aschaffenburg - Lohr/Main (- Gemünden/Main - Würzburg) (Main-Spessart-Bahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

Hinweis:

Springt zur Strecke 5126: Üst/Abzweig Dörfles-Esbach Süd - Üst/Abzweig Dörfles-Esbach Nord (Nördliche Verbindungskurve Coburg, NBS) Valid CSS!Valid XHTML 1.0 TransitionalSollten Sie Fehler an den Daten entdecken oder Ergänzungen haben, so können Sie eine Mail an mich schicken.
 
Springt zur Strecke 5213: [Gemünden/Main -] (Lohr -) Marktheidenheim - Wertheim (Ost-Spessart-Bahn / Lohrer Bahn)
Trennlinie