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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 5832 (KBS 946 / KBS 427g)

1 Tunnel (48 Meter)Pfenningbach 

Passau - Pocking (- Elsenbach) [- Neumarkt-St. Veit] (Rotttalbahn)

Pfenningbacher Tunnel  [PA]  (BY)

Nordostportal des Pfenningbacher Tunnels (Foto: Daniel Geyer)

Länge:
48 Meter

Streckenteil:
Passau - Pocking

Lfd-Nr, Direktion:
680, Nur-030

Seite/Quadrant:
97D Nicht eingezeichnet
109 C1 Nicht eingezeichnet

bei km:
9,0

Südwestportal des Pfenningbacher Tunnels (Foto: Daniel Geyer)
Nordostportal, vom Haltepunkt Neustift bei Passau
(November 2011) (Foto: Daniel Geyer)
Blick von oben
bei Google Maps
Südwestportal, vom ehemaligen Bahnhof Pfenningbach
(November 2011) (Foto: Daniel Geyer)
 
Mittels dieser »tunnelartigen Unterführung« wird die Staatsstraße 2618 unterquert, die
die Autobahnabfahrt Passau Süd der A 3 mit Fürstenzell südlich der Donau verbindet.

Geschichte:

Die Rottalbahn von Passau nach Neumarkt-Sankt Veit ist eine eingleisige, nichtelektrifizierte Nebenbahn im südöstlichen Bayern. Sie ist mit einer Länge von 97 km die längste Nebenbahn Bayerns.

Bau: Sie wurde in zwei Etappen gebaut. Nach einem Baubeginn im Jahre 1878 wurde zum 1. September 1879 das 63 km lange Teilstück von Neumarkt Sankt Veit–Pocking, als Sekundärbahn, eine Eisenbahn 2. Klasse, eröffnet. Am 4. Oktober 1883 erhielt sie Anschluss nach Landshut. Nach der Bewilligung des östlichen Weiterbaus im Jahre 1884 wurde das 35 km lange Teilstück von Pocking nach Passau in den Jahren 1887 und 1888 fertiggestellt. Ab dem 6. Oktober 1888 war die Strecke damit komplett befahrbar. An diesem Tag ging um 9.15 Uhr der Probezug mit einer D VII und sieben Personenwagen von Passau ab. Um 14.30 Uhr startete der Zug in Pocking zur Rückfahrt.

Dieses zweite Teilstück war als Lokalbahn ausgeführt worden. Am 15. Oktober 1888 wurde die Lokalbahn mit zwei gemischten Zügen in jeder Richtung eröffnet. Durch die Fertigstellung der Strecke von Pocking nach Kößlarn am 1. Dezember 1914 erhielt die Strecke eine direkte Verbindung nach Simbach am Inn.

Betrieb: Am 8. Januar 1916 um 19.30 Uhr stürzte der Personenzug 81 aufgrund eines Dammrutsches zwischen Pfenningbach und Neustift eine Böschung hinunter. Der Lokführer starb, der Heizer wurde schwer, vier Beamte und acht Reisende wurden leicht verletzt. Im Frühjahr 1933 nahmen die nur drei Exemplare zählenden Triebwagen vom Typ VT 133 vom Hauptbahnhof Passau aus den Betrieb auf. Der Fahrplan von 1934 zeigt, dass damals von den vier Personenzügen täglich drei aus Triebwagen bestanden. Von diesen legte einer die Strecke in 159 Minuten zurück, der Dampfzug dagegen brauchte 240 Minuten, wovon allein 12 Minuten in Pocking und 15 Minuten in Pfarrkirchen zum Wasserfassen vergingen.

Bereits 1977 gab es Bestrebungen, die Strecke stillzulegen. Vor allem wegen des Fremdenverkehrs im Niederbayerischen Bäderdreieck stieg ihre Bedeutung aber wieder trotz der ungünstigen Streckenführung. Es wurden sogar Kurswagen aus Nord- und Westdeutschland bis nach Pocking eingesetzt. Am 1. September 1979 wurde in Pfarrkirchen die 100-Jahr-Feier zum Bestehen der Bahnlinie von Neumarkt-Sankt Veit nach Pocking mit besonderer Festlichkeit begangen, auch als Protest gegen mögliche Stilllegungspläne. Uerdinger Schienenbusse besorgten meist den regulären Personenverkehr in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Aktuell: Seit der Eröffnung des Liniensterns Mühldorf 1994 wurde die Strecke bis Dezember 2009 im angenäherten Zwei-Stunden-Takt mit Triebwagen der Baureihe 628 auf der Relation von Passau nach Mühldorf befahren, seit 2001 von der Südostbayernbahn (SOB). Seit Dezember 2009 verkehren auf dieser Bahnstrecke die Züge im Stundentakt. Täglich nutzen im Schnitt etwa 2.600 Fahrgäste die Rottalbahn. Dies ist ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als Züge im Zwei-Stundentakt verkehrten. Einzelne Fahrten bieten Direktverbindungen zu anderen Endpunkten des Liniensterns an. Planmäßige Zugkreuzungen finden dabei in Massing, Eggenfelden, Pfarrkirchen und Pocking, Sulzbach/Inn sowie Fürstenzell statt. Daneben existiert an Samstagen ein Kurswagenverkehr zwischen Hamburg und Mühldorf, welcher insbesondere für die Kurgäste des Bäderdreiecks im Landkreis Rottal-Inn gedacht ist. Diese IC-Wagen verkehren auf dem Abschnitt von Passau nach Mühldorf anstelle einer regulären Fahrt und sind auf diesem Abschnitt der Zugkategorie Regionalexpress tariflich zugeordnet.

Modernisierungsmaßnahmen: Um den Stundentakt auf der Strecke einführen zu können, wurde sie ausgiebig saniert. Hierfür wurde die Haltestelle Massing für etwa 2,3 Millionen Euro zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut. Weitere dann regelmäßig genutzte Kreuzungsbahnhöfe sind Fürstenzell, Pocking und Pfarrkirchen, bei einzelnen Zügen auch Sulzbach und Eggenfelden. Dieser Zugverkehr soll vorerst bis zum Dezember 2016 wie bisher von der SOB erbracht werden.

Zur Realisierung dieser Vorhaben wurden in den Ausbau der Bahnstrecke seit 2002 10 Millionen Euro gesteckt. Neben Investitionen in den Schienenweg wurde auch in die Haltestellen investiert. Die Haltestelle Eggenfelden Mitte wurde in Zentrumsnähe neu errichtet, die Haltestellen Bad Höhenstadt, Neukirchen am Inn und Passau-Neustift wurden modernisiert. Auch der Bahnhof Fürstenzell wurde für 115.000 Euro saniert. Des weiteren wurden 2009 Sulzbach am Inn, Ruhstorf an der Rott, Neustift bei Passau und Engertsham ebenfalls erneuert. Dafür standen insgesamt weitere gut 200.000 Euro zur Verfügung, davon 140.000 für den Bahnhof Sulzbach am Inn, der im September 2009 fertiggestellt wurde.

Sonderfahrten: Auf der Rottalbahn kam mehrmals im Jahr die historische Schienenbusgarnitur der Baureihe 798/998 der Passauer Eisenbahnfreunde (PEF) e. V. zum Einsatz. Der 798 706-8 ist der letzte VT 798, der die Strecke 1994 als planmäßiger Reisezug befuhr. Weiterhin befahren die Dampflokomotiven 638.1301 und 657.2770 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) mit zweiachsigen Spantenwagen gelegentlich die Strecke. Durch die Einführung des Stundentakts im Dezember 2009 wurden Sonderfahrten aufgrund der begrenzten Streckenkapazitäten sehr erschwert.
Quelle: Wikipedia, Bahnstrecke Passau - Neumarkt-Sankt Veit
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Landkarte:

Passau - Pocking (- Elsenbach) [- Neumarkt-St. Veit] (Rotttalbahn)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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