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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 9125 (Güterverkehr / Stillgelegt)

1 Tunnel (107 Meter)Schibli 

Hamburg-Tiefstack - Hamburg-Moorfleet (AKN, Billwerder Industriebahn, Industriestammgleis Andreas-Meyer-Straße)

Schibli-Tunnel  [HH]  (HH)

Nordportal des Schibli-Tunnels in Moorfleet (Foto: Wikipedia-Benutzer NordNordWest)

Länge:
107 Meter

Streckenteil:
HH-Tiefstack - HH-Moorfleet

Lfd-Nr, Direktion:
3076, AKN-03

Seite/Quadrant:
117 C Ohne Name und Länge
121 A3 Ohne Name und Länge

bei km:
0,3

Südportal des Schibli-Tunnels in Moorfleet (Foto: Heinz Treber)
Nordportal, von AKN-Werkstatt HH-Tiefstack (Februar 2012)
(Foto: Wikipedia-Benutzer NordNordWest, Lizenz CC BY-SA 3.0, zum Originalbild)
Blick von oben
bei Google Maps
Südportal, vom Güterbahnhof Moorfleet (April 2008)
(Foto: Heinz Treber)

Geschichte:

Karte des Schibli-Tunnels in Hamburg-Billbrook (Ersteller: Wikipedia-Benutzer NordNordWest)  
Karte des Schibli-Tunnels in Hamburg-Billbrook, erstellt von Wikipedia-
Benutzer NordNordWest
, Lizenz CC-BY-SA 2.0, zur Originalkarte)
 
Der Schibli-Tunnel ist ein 106,5 Meter langer, eingleisiger Eisenbahntunnel in Hamburg-Billbrook. In ihm unterquert ein Gleis der Billwerder Industriebahn die Gleise der Berlin-Hamburger Bahn und der S-Bahn Hamburg (Linie S2/S21).

Nach dem Ersten Weltkrieg sollte ein über sieben Kilometer langer Rangierbahnhof in Billwerder als Teil der Güterumgehungsbahn Hamburg entstehen, um den Güterverkehr Richtung Osten besser organisieren zu können. Dieser neue Rangierbahnhof hätte die seit 1907 bestehende Anbindung der Billwerder Industriebahn an die Berlin-Hamburger Bahn am Bahnhof Tiefstack unterbrochen. Als neue Verbindung war daher ein Tunnel vorgesehen, der zeitgleich mit der Begradigung der Berlin-Hamburger Bahn gebaut wurde. Die Baufirma »Gustav Schibli Kommanditgesellschaft auf Aktien«, die Namensgeber für den Tunnel wurde, baute im Auftrag der Stadt Hamburg, da die Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn als Betreiberin der Industriebahn nicht die Kosten für ein Bauwerk übernehmen wollte, das erst 15 Jahre später benötigt werden würde. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bauarbeiten am Güterbahnhof schließlich eingestellt und später aufgrund veränderter Verkehrsströme nicht wieder aufgenommen.

Weil der Anschluss der Industriebahn in Tiefstack erhalten geblieben war, wurde der Tunnel nicht benötigt. Die Gleisanschlüsse am Moorfleeter Kanal und der Andreas-Meyer-Straße südlich der Berlin-Hamburger Bahn wurden über eine Brücke angefahren, die in Höhe des Bahnhofs Billwerder-Moorfleet die Fernbahn überquerte und Teil der Hamburger Marschbahn war. Im ungenutzten Tunnel, dessen Portale nur etwa 1 Meter über Normalhöhennull hoch und damit drei bis vier Meter unter dem Niveau der künstlich erhöhten, angrenzenden Industrieflächen liegen, stand jahrzehntelang Wasser, da sich die Tunnelsohle rund 3 Meter unter dem Grundwasserspiegel befindet.

Der Ausbau des Industriegebiets am Moorfleeter Kanal erforderte eine Änderung im Güterverkehr, der bisher über zwei Spitzkehren gefahren werden musste, damit die Marschbahnstrecke benutzt werden konnte. Zur Vereinfachung des Bahnbetriebs sollten die Züge nun über die Halskestraße und durch den Schibli-Tunnel an den Bahnhof Tiefstack fahren. Daher bekam der Tunnel 1968/69 beidseitig Stahlbetontröge, die vor eindringendem Wasser und Hangrutschungen schützen sollten, sowie zwei Wasserpumpen. 1976, also mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Tunnelbau, schlossen die Stadt Hamburg, die Deutsche Bahn und die AKN Eisenbahn, die seit 1956 die Billwerder Industriebahn betreibt, einen Vertrag über die Nutzung des Bauwerks. Die Brückenverbindung über den Bahnhof Billwerder-Moorfleet wurde daraufhin stillgelegt und später abgebaut.
Quelle: Wikipedia, Schibli-Tunnel
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Landkarte:

Hamburg-Tiefstack - Hamburg-Moorfleet (AKN, Billwerder Industriebahn, Industriestammgleis Andreas-Meyer-Straße)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

Hinweis:

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