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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 92005 (Abgebaut / KBB)

1 Tunnel (36 Meter)Sirrenberg 

Kleinbahn Bossel - Blankenstein (KBB)

Sirrenberg-Tunnel  [W]  (NW)
Wird auch Tunnel Kleine Windmühle genannt

Südwestportal des Sirrenberg-Tunnels (Foto: VSO)

Länge:
36 Meter

Streckenteil:
Bossel - Blankenstein

Lfd-Nr, Diretion:
3028, KBB-01

Seite/Quadrant:
138 B Ohne Namen
142 C1 Ohne Namen

bei km:
2,0

Nordostportal des Sirrenberg-Tunnels (Foto: VSO)
Südwestportal, vom ehem. Bahnhof Bossel (März 2008)
(Foto: VSO)
 
Nordostportal, vom ehem. Bahnhof Ibachsmühle (März 2008)     
(Foto: VSO)     
 

Geschichte:

Kleinbahn Bossel - Blankenstein (KBB)
(Ein Klick ins Bild öffnet ein größeres Bild)
 
Karte der KBB (Ersteller: Markus Schweiß, Wikipedia)  
Die Kleinbahn von Bossel nach Blankenstein war eine normalspurige Strecke der Eisenbahn im südlichen Ruhrgebiet. Die nur 9 km lange Bahn verband durch das Hammertal die Bahnhöfe Bossel an der Bahnstrecke Hattingen Wuppertal (Strecke 2713) und Blankenstein an der Ruhrtalbahn (Strecke 2400) der KPEV und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1911 erbaut. Die Bahn wurde in erster Linie für den Güterverkehr zum Transport der in der Gegend gewonnen Steinkohlen und Sandstein verwendet. Der Streckenverlauf war der einer Gebirgsbahn mit Steigung von bis zu 2,5 Prozent, 20 Meter tiefen Einschnitten und 15  Meter hohen Dämmen. Ein Tunnel von 36 Meter Länge war ebenfalls vorhanden. Der Höhenunterschied zwischen den beiden Endbahnhöfen betrug 156 Meter.

Die Initiative zum Bau und Betrieb der Strecke ging von den umgebenden Gemeinden aus und sollte die Kohlekrise zu Beginn des 20. Jahrhunderts überwinden helfen, in dem sie durch Verringerung der Transportkosten die in der Nähe abgebauten Kohle wieder konkurenzfähig machte. Personenzüge befuhren dagegen nicht planmäßig die Strecke. Der Betrieb der Bahn wurde von der Continentale Eisenbahn-Bau und -Betriebsgesellschaft Berlin mit Sitz in Blankenstein durchgeführt, wo sich auch ein umfangreicher Bahnhof und Werkstätten für die elf Eisenbahnwagen und die beiden eigenen Dampflokomotiven befand. Ab 1920 übernahm die Betriebsgesellschaft für die Kleinbahn Bossel Blankenstein (KBB) die Anlagen, nach dem die Vorgängergesellschaft die Verträge wegen mangelnder Gewinnaussichten gekündigt hatte.

Die wirstchaftliche Situation der Bahn war vom Zeitpunkt der Eröffnung an als schwierig zu bezeichnen. Zunächst machte der Erste Weltkrieg die Planungen zu nichte, dann kamen die Ruhrbesetzung und die Weltwirtschaftskrise hinzu. Erst die wirtschaftliche Scheinblüte innerhalb des Nationalsozialismus sorgte für schwarze Zahlen in den Bilanzen. Mit dem Beginn des Zweitem Weltkrieg begann der Niedergang der Bahn, an dessen Ende sämtliche Betriebsgüter komplett herunter gewirtschaftet waren.

Innerhalb des Wirtschaftswunders wurde die Bahn wegen der Nähe zu den immer noch wichtigen Zechen erneut saniert. So konnten beispielsweise sämtliche Schienen und Schwellen ausgetauscht werden. Weiterhin wurden die Dampflokomotiven durch Diesellokomotiven ersetzt. Dennoch ließ sich die Stilllegung nicht verhinden, als Teile der Trasse zum Bau der Bundesautobahn A43 benötigt wurden.

Der Streckenverlauf ist heute zum Teil noch gut zu erkennen, selbst der Sirrenberg-Tunnel als einer kürzesten Eisenbahntunnel Deutschlands ist noch vorhanden. Die Trasse wird heute streckenweise als Wald- und Wanderweg genutzt.

Literatur: Die Bossel-Blankensteiner Kleinbahn, Autor: Rolf Swoboda ISBN 3-933254-00-0
Quelle: Wikipedia, Kleinbahn Bossel - Blankenstein
Dieser Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution / Share Alike verfügbar.
Karte von Markus Schweiß steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Landkarte:

Kleinbahn Bossel - Blankenstein (KBB)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

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