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Strecke 6864: Bielstein-Tunnel

Lageplan von der Streckenverlegung am Bielstein-Tunnel (Quelle: Deutsche Eisenbahntechnik, Heft 10/1964)
Lage und Längsprofil der Streckenverlegung zur Tunnelumgehung, es bedeuten:
a - Alter Voreinschnitt; b - Neue Forstwegbrücke; c - Eisenbahnbrücke über die F 27; d - Bahnsteig des Haltepunktes Braunesumpf; e - Einschnitt; f - Damm; g - Anschnitt; h - Schienenoberkante des alten Streckengleises
 
Alter und neuer Querschnitt des Bielstein-Tunnels (Quelle: Deutsche Eisenbahntechnik, Heft 10/1964)  
Im November 1885 wurde die Strecke von Blankenburg im Harz nach Rübeland eröffnet. Sie wurde im gemischten Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb befahren und war so trassiert, dass sie in Blankenburg-Westend direkt am Hochofenwerk vorbeiführte. Bei km 8,0, unmittelbar am Südwestportal des 466 Meter langen Bielstein-Tunnels befand sich der Bahnhof Braunesumpf. Eine der ältesten Eisenerz-Gruben des Harzes war hier an die Bahn angeschlossen.

Der Tunnel war bereits im Juli 1875 als Teil einer normalspurigen Erzstufenbahn, der sogenannten Schurrenbahn, zum Abtransport des hier gewonnenen Eisenerzes ins Tal im Harz in Betrieb genommen worden. Um ihn für die die Rübelandbahn benutzen zu können, wurde das Profil erweitert. Damit konnte das Erz mit der Zahnradbahn befördert und die Erzstufenbahn eingestellt werden.

Die lichte Höhe des Tunnels betrug 5 Meter, die geringste Überdeckung des Tunnels betrug etwa 10 Meter, die größte Überdeckung etwa 22 Meter. Am oberen, südwestlichen Portal überquerte die Fernverkehrsstraße F 27 den Tunnel. Das Gewölbe bestand aus Natusteinmauerwerk, dessen Gefüge durch den Einfluß der Rauchgase und durch eindringendes Wasser stark in Mitleidenschaft gezogen war.

1965 wurde der Tunnel im Rahmen der Elektrifizierung der Strecke zugeschüttet und durch einen versetzt gelegenen Einschnitt ersetzt. Dies war das Ergebnis einer 1959 durchgeführten Untersuchung, die vier Varianten zur Profilerweiterung in Betracht zog:
  • Abtragen des Gesteins über dem Tunnel (Aufschlitzen)
  • Durchtreiben eines neuen Tunnels parallel zur alten Trasse
  • Zonenweises Entfernen der Ausmauerung im bestehenden Tunnel, Absprengung des Felsens und erneute Isolierung und Ausmauerung
  • Absenken des Gleises um etwa 60 cm
Zunächst war geplant, den Tunnel aufzuschlitzen. Doch wegen den zu erwartenden betrieblichen Behinderungen, die nicht vertretbar gewesen wären, wurde dann die Umgehung des Tunnels als wirtschaftlichste Lösung erkannt und durchgeführt. Dabei wurden 241.600 m³ abgetragen sowie 277.500 m³ aufgeschüttet, das entspricht ungefähr der gleichen Menge, wie damals beim Bau der kompletten Rübelandbahn zwischen Blankenburg/Harz und Rübeland.
Quellen: Wikipedia, Erzstufenbahn und
Deutsche Eisenbahntechnik, Berlin, Heft 10/1964
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Historische Postkarte von 1906
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  Fotografiert in 1968 von Dieter Bäzold
(Ein Klick ins Bild öffnet ein größeres Bild)
 
Blick vom Bahnhof Braunesumpf zum Südwestportal des Bielstein-Tunnels (Quelle: Postkarte von 1906)
Blick vom Bahnhof Braunesumpf zum Südwestportal
  Verschüttetes Südwestportal des Bielstein-Tunnels (Foto: Dieter Bäzold)
Verschüttetes Südwestportal  
 
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Fotografiert im Mai 2004 von VSO
(Ein Klick ins Bild öffnet ein größeres Bild)
 
 
Verschüttetes Südwestportal des Bielstein-Tunnels (Foto: VSO)
Verschüttetes Südwestportal
  Zugang zum Bielstein-Tunnel an der Westseite (Foto: VSO)
Das Fotocommunity-Mitglied Thomas Jüngling hatte die Gelegenheit mit seinem Fotoapparat einen Blick in das Innere des Bielstein-Tunnels werfen zu können.
 
 
 
 
Zugang zum Tunnel an der Westseite  
 
Im Zugang zum Bielstein-Tunnel (Foto: VSO)
Im Zugang zum Tunnel
  Blick in den Bielstein-Tunnel (Foto: VSO)
Blick in den Tunnel
 
Blick auf die ehemalige Strecke zum Nordostportal des Bielstein-Tunnels, die noch schwach zwischen den beiden Oberleitungsmasten zu erkennen ist (Foto: VSO)   Blick auf die ehemalige Strecke zum Nordostportal,
die noch schwach zwischen den beiden Oberleitungsmasten zu erkennen ist.
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